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Lebacher Krankenhaus im Nordsaarland alternativlos

Nach der Ankündigung der cusanus Trägergesellschaft (ctt), den Lebacher Krankenhausstandort zum 01. Juli 2020 schließen zu wollen, verurteilen die Lebacher Liberalen diese Planung, fordern Klarheit in Sachen Nordsaarlandklinik und verlangen einen fairen Umgang mit den Beschäftigten.

 

„Der Krankenhausstandort bleibt alternativlos, um auch nach der Schließung des Waderner Krankenhauses die Grundversorgung im Nord- und Zentralsaarland abzusichern. Sollte die Klinik schließen, wird Lebach zu einem Randgebiet der medizinischen Versorgung“, betont Fred Metschberger, Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion.

 

Die Ansicht, dass Krankenhäuser unter 300 Betten nicht betrieben werden könnten, müsse nach Ansicht der Liberalen hinterfragt werden. Dies werde am Beispiel des Kreiskrankenhauses St. Ingbert widerlegt, das im Jahre 2018 mit 176 Betten einen leichten Überschuss erwirtschaften konnte.

 

„Die Gesundheitsministerin muss nun handeln und beim Träger intervenieren, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Weiterhin bedarf es jetzt der Klarheit in Sachen Nordsaarlandklinik“, so Metschberger weiter.

 

Mit der im Leitbild definierten „christlich geprägten Unternehmenskultur“ sei das Verhalten der Unternehmensführung gegenüber den Mitarbeitern unvereinbar. Die kurzfristige Ankündigung der ctt mache es aus Sicht der Freien Demokraten für die Mitarbeiter unmöglich, einen sozialverträglichen Wechsel ihrer Beschäftigungsverhältnisse zu erreichen.